Die SPD Hünfeld setzt sich für den Erhalt der Nahversorgung am Niedertor ein. Mit der Schließung des tegut-Marktes Am Niedertor 2-8 stehen nicht nur die Lebensmittelversorgung, sondern auch die einzige Postfiliale der Kernstadt sowie die Metzgerei, die Bäckerei, der Kiosk und das Schreibwarengeschäft im selben Haus infrage.

„Die Ausgangslage“

Das Bundeskartellamt hat die Übernahme von 178 tegut-Märkten durch Edeka unter Auflagen freigegeben. 24 Standorte sind davon ausgenommen: Edeka darf sie vier Jahre lang nicht übernehmen. Der Standort Am Niedertor gehört dazu. Andere Betreiber dürfen den Markt dagegen übernehmen. Auf diese Entscheidung haben Stadt und Land keinen Einfluss. Entscheidend ist deshalb, dass jetzt alle anderen Möglichkeiten ernsthaft geprüft werden.

„Mehr als ein Markt“

Der Markt versorgt vor allem das Nordend. Viele Kundinnen und Kunden kommen zu Fuß, nebenan wohnen die Seniorinnen und Senioren der Mediana, viele von ihnen sind auf den Rollator angewiesen. Die Postfiliale im Haus ist seit der Schließung der Filiale Josefstraße 3 am 15.06.18 die einzige Postfiliale der Hünfelder Kernstadt. In den vergangenen Wochen war sie zeitweise nur von 8 bis 10 Uhr geöffnet. Fast 1.000 Hünfelderinnen und Hünfelder haben die Unterschriftenaktion der Geschäfte am Niedertor unterstützt.

„Was die SPD bisher unternommen hat“

Am 15.10.26 hat die SPD-Fraktion den Magistrat über Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Bohl um Auskunft gebeten. Die Anfrage umfasst vier Fragen: zu den Erkenntnissen des Magistrats über die Zukunft des Marktes und der Postfiliale, zu den eingeschränkten Öffnungszeiten, zu einer möglichen Abstimmung der Deutschen Post mit der Stadt sowie zu den Gesprächen, die der Magistrat mit Post, tegut, Edeka und möglichen Interessenten geführt hat. Zusätzlich hat die SPD Hünfeld die Deutsche Post schriftlich um Auskunft gebeten und eine Antwort bis zum 30.10.26 erbeten.

„Die Rechte der Stadt nach dem Postgesetz“

Das Postgesetz sieht in § 17 vor, dass Veränderungen im Filialnetz mit der Kommune abgestimmt werden müssen. Dafür gilt eine Frist von mindestens zehn Wochen vor der Änderung. Für die SPD ist das der Maßstab, an dem sich die Deutsche Post jetzt messen lassen muss.

„Wie es weitergeht“

Die SPD Hünfeld führt Gespräche auf mehreren Ebenen und bereitet weitere Schritte vor. Über Ergebnisse informiert sie, sobald belastbare Aussagen möglich sind. Die SPD Hünfeld setzt sich dafür ein, dass die Nahversorgung im Nordend dauerhaft gesichert wird.

Uwe Heinicke, Vorsitzender der SPD-Fraktion Hünfeld: „Am Niedertor geht es um die Versorgung der Menschen im Nordend. Die Entscheidung des Kartellamts können wir nicht ändern, aber wir setzen uns dafür ein, dass die Versorgung erhalten bleibt. Sobald es belastbare Ergebnisse gibt, informieren wir.“

Anfrage und Stand der Schritte sind auch auf der Karte mein-hünfeld.de abrufbar. Hinweise und Fragen aus der Bevölkerung nimmt die SPD Hünfeld über spd-hünfeld.de entgegen.