Digitale Mängelmelder in Hünfeld: Chance vertan

Mit einem konkreten Antrag hat die SPD-Stadtverordnetenfraktion am 11. September 2025 eine Verbesserung des digitalen Mängelmelders der Stadt Hünfeld gefordert. Ziel war es, das bestehende Tool aus der Hünfeld-App nutzerfreundlicher, transparenter und effizienter zu gestalten.

Was wir vorgeschlagen haben

  • Alle Meldungen auf der Karte anzeigen – unabhängig von Zuständigkeiten.
  • Ampelsystem (rot–gelb–grün) – leicht verständliche Statusanzeige zum Bearbeitungsstand.
  • Öffentliche Kommentarfunktion – für kurze Sachstand-Meldungen der Verwaltung.
  • Automatische Benachrichtigung – bei Statusänderung an die meldende Person.

Das Ziel: Mehr Verlässlichkeit, mehr Bürgerfreundlichkeit und weniger Verwaltungsaufwand durch weniger Doppelmeldungen.

Die Entscheidung der Mehrheit: Antrag abgelehnt

In der Stadtverordnetenversammlung am 4. November 2025 wurde der Antrag von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und CWE abgelehnt – geschlossen und ohne erkennbaren Willen zur Verbesserung.

Die Begründung der Ablehnung

  • Die Karte könnte „unübersichtlich“ werden.
  • Bürger sollen nicht sehen, ob ein Mangel schon gemeldet wurde.
  • Ein Ampelsystem sei „zu aufwändig“ und würde womöglich nicht gepflegt.
  • Automatische Rückmeldungen seien „unpersönlich“.
  • Eine Kommentarfunktion sei unnötig – E-Mails würden ausreichen.

Diese Argumentation ist eine Bankrotterklärung moderner Verwaltungsarbeit.

Spoiler aus Fulda: So kann es besser laufen

Während andere Städte – wie Fulda – längst zeigen, wie nutzerfreundlicher Bürgerservice geht, verharrt Hünfeld im Verwaltungsmodus von gestern.

  • Fulda-Mängelmelder mit öffentlicher Karte, klarer Statusanzeige und Rückmeldung.
  • Transparenz darüber, was gemeldet wurde und wie der Bearbeitungsstand ist.

Hünfeld dagegen setzt auf ein System, das nur digital verpackt ist, inhaltlich aber analog bleibt.

Warum wir das kritisch sehen

Dass Rückmeldungen per E-Mail „normalerweise“ erfolgen, ersetzt keine verlässliche, standardisierte Lösung.

Dass Mehrfachmeldungen „selten vorkommen“, lässt sich bei fehlender öffentlicher Sichtbarkeit schlicht nicht belegen.

Und wer meint, 8.000 Euro seien zu teuer für Transparenz und Bürgernähe, zeigt damit vor allem eines: Man will sich Arbeit sparen – auf Kosten von Beteiligung und Vertrauen.

Der Mängelmelder der Stadt Hünfeld ist in seiner jetzigen Form kein echtes Beteiligungsinstrument, sondern eine digitale Einbahnstraße: Bürger melden, die Stadt reagiert intern – Rückmeldungen sind Glückssache. Offenheit? Fehlanzeige.

Wofür die SPD Hünfeld steht

Wir als SPD Hünfeld stehen für eine Verwaltung, die auf Augenhöhe kommuniziert, digital denkt und verlässlich Rückmeldung gibt.

Der Bürger soll nicht nur melden – sondern auch mitverfolgen können, was daraus wird.

Mit der Ablehnung durch CDU, Grüne, FDP und CWE wurde erneut deutlich:

Sie reden von Smart City – aber sie handeln wie vorgestern.