Der Haushaltsplan 2026 zeigt: Hünfeld steht finanziell solide da – doch der Schein trügt.
Während viele Kommunen defizitäre Haushalte vorlegen, weist Hünfeld ein leicht positives Ergebnis aus. Dennoch wird deutlich, dass unsere Stadt vor wachsenden Herausforderungen steht, die nicht ignoriert werden dürfen.

Der Haushaltsplan 2026 zeigt: Hünfeld steht finanziell solide da – doch der Schein trügt.
Während viele Kommunen defizitäre Haushalte vorlegen, weist Hünfeld ein leicht positives Ergebnis aus. Dennoch wird deutlich, dass unsere Stadt vor wachsenden Herausforderungen steht, die nicht ignoriert werden dürfen.

Positive Aspekte des Haushalts

Der Erlass des Haushalts gelingt erneut ohne Steuererhöhungen. Hünfeld verzichtet auf neue Kredite und baut bestehende Schulden ab. Die niedrigen Hebesätze – insbesondere bei der Grundsteuer B – bieten weiterhin Luft nach oben.

Das ordentliche Ergebnis zeigt einen kleinen Überschuss, der Finanzhaushalt ist ausgeglichen.
Es bleibt festzuhalten: Die Basis stimmt – vorerst.

Wachsende Risiken und Belastungen

Trotz guter Zahlen macht die SPD Hünfeld auf deutliche Risiken aufmerksam:

  • Der Realkapitalerhalt wurde erneut nicht erreicht – Hünfeld wird ärmer.
  • Ab 2027 drohen Verpflichtungsermächtigungen von rund 6,8 Millionen Euro, die den Handlungsspielraum einschränken.
  • Bis 2029 sind 17,5 Millionen Euro neue Schulden geplant.
  • Sinkende Schlüsselzuweisungen und steigende Kreis- und Schulumlagen belasten die Zukunftsfähigkeit.

Kurz gesagt: Auf Hünfeld kommen finanzielle Unsicherheiten zu, die frühzeitig bedacht werden müssen.

Wohnen als zentrale soziale Frage

Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum bleibt hoch. Zwar entstehen neue Sozialwohnungen – doch sie reichen bei Weitem nicht aus.

Die SPD Hünfeld fordert:

  • eine Fortführung der Wohnraumförderung ab 2027,
  • mehr Fortschritt im freifinanzierten Wohnungsbau,
  • eine Überarbeitung der Baugestaltungssatzung, damit Umbauten und Innenverdichtung nicht blockiert werden.

Angemessenes Wohnen ist eine soziale Frage und entscheidend für Integration und Teilhabe.

Kitas: Gebäude allein lösen keine Probleme

In den letzten Jahren wurde viel Geld in neue und sanierte Kitas investiert. Doch ein Punkt bleibt ungelöst: der Fachkräftemangel.

Die SPD Hünfeld schlägt daher vor:

  • Kooperationen mit der Konrad-Zuse-Schule zur Nachwuchsgewinnung,
  • Nutzung des Kita-Pakets des Landes Hessen zur Personalförderung und Qualitätssteigerung.

Starke Dörfer brauchen neue Impulse

Das Dorfentwicklungsprogramm KEK eröffnet Chancen für fünf Stadtteile.
Neben der Förderung öffentlicher Projekte müssen auch private Fördermöglichkeiten klar kommuniziert werden.

Sportplätze, Vereine und Treffpunkte stärken den sozialen Zusammenhalt. 

Die SPD Hünfeld setzt sich dafür ein, dass diese Strukturen erhalten und sinnvoll weiterentwickelt werden.

Innenstadt: Fortschritte ja – aber nicht genug

Neue Sitzbänke, Fahrradabstellanlagen und Veranstaltungen bringen Bewegung in die Innenstadt.
Doch für eine langfristig lebendige Stadt braucht es mehr:

  • einen guten Mix aus Wohnen, Handel, Gastronomie und Kultur,
  • digitale Unterstützung für den Einzelhandel,
  • eine erneute Prüfung des Projekts „eBay deine Stadt“.

Klima, Energie und Mobilität

Für die SPD Hünfeld bleibt entscheidend:

  • eine kommunale Wärmeplanung, die Bürger verständlich informiert,
  • mehr Tempo bei Photovoltaik-Anlagen, insbesondere auf Parkplätzen und öffentlichen Gebäuden,
  • eine Überarbeitung der Baugestaltungssatzung, um PV-Hemmnisse zu beseitigen,
  • konkrete Fortschritte im Radwegebau und die Beseitigung von Gefahrenstellen.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Die SPD Hünfeld bedankt sich bei der Verwaltung und allen Ehrenamtlichen für ihr Engagement.
Trotz politischen Streits bleibt unser Ziel klar: 

Wir wollen gemeinsam das Beste für Hünfeld erreichen.

Der Haushaltsplan 2026 zeigt solide Grundlagen – doch er macht ebenso deutlich,
dass Hünfeld vor wichtigen Entscheidungen steht, die über die zukünftige Entwicklung unserer Stadt entscheiden werden.